CASTOR-Demonstration

Laßt den CASTOR friedlich rollen!


Unter diesem Motto demonstrierten die Jungen Liberalen Erftkreis im März mit einem "CASTOR"-Konvoi gegen die Ausschreitungen von Gorleben und für eine sachliche, emotionsfreie Energiepolitik.

Die JuLis hatten einen selbstgebauten "CASTOR" auf einen LKW geladen, um möglichst plakativ auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Der von zwei Motorradpolizisten eskortierte Konvoi fuhr von Wesseling aus quer durch den Erftkreis. Vor dem Wesselinger Schulzentrum und in den Innenstädten verteilten die Teilnehmer 800 Flugzettel an Schüler und Passanten. Die Resonanz war im Vergleich zu Gorleben glücklicherweise überwiegend positiv. So gab ein Mann seinen Flugzettel mit den Worten "Ihr habt ja vollkommen recht! Aber mit dem könnt Ihr ruhig noch einen Zweiten überzeugen." zurück. Die JuLis hatten nach Wesseling und Brühl noch Hürth und Frechen besucht, um vor dem Pulheimer Rathaus ihren Demonstrationszug gegen 17.00 Uhr zu beenden.

Die Demonstration richtete sich vor allem gegen die gewalttätigen Ausschreitungen rund um das Atom-Müll-Endlager Gorleben, bei denen durch die Zerstörung von Straßen und anderen Sachbeschädigungen sowohl das Risiko des Transports als auch die nachfolgenden Kosten unnötig zu Lasten der Allgemeinheit erhöht worden waren. Zudem könne man es aus rechtsstaatlicher Sicht nicht hinnehmen, daß wegen kontrovers diskutierter politischer Fragen Polizisten in ihrer Dienstausübung attackiert würden.

Die JuLis machten deutlich, daß eine Abschiebung von deutschem Atommüll ins Ausland nur ein Versuch sein könne, sich der Verantwortung zu entziehen. Auch in der Vergangenheit hätten schließlich in Deutschland tausende CASTOR-Transporte sicher ihr Ziel gefunden, ohne daß sie durch Krawalle gefährdet worden seien. Die Energiediskussion müsse sachlich und ohne überflüssige Emotionen geführt werden, wobei eine Verängstigungspolemik, so wie sie von den Grünen betrieben werde, nur hinderlich sein könne.

Die Jungen Liberalen setzen sich für einen Energie-Mix aus Wind, Sonne, Wasser, Kohle und eben auch Kernkraft ein. Zwar müsse man in der Diskussion den Aspekten der Sicherheit und Endlagerung ausreichend Raum einräumen, die Vorteile der Kernenergie vor allem hinsichtlich der CO2-Emissionen dürften jedoch nicht aus den Augen verloren werden, und auch das Argument der praktisch unbegrenzten Energiereserven der Kernenergie mache sie momentan noch unverzichtbar.


Zurück Home Kontakt Webmaster